Die meisten Filmproduktionen lösen technische Probleme. Die wichtigen lösen menschliche.
Ein Algorithmus erzeugt heute Bilder, die technisch perfekt sind. Nur Empathie erzeugt er nicht und genau die entscheidet, ob ein Film wirkt oder nur aussieht.
23 Jahre. Über 110 Länder. Tausende Begegnungen und immer dieselbe Beobachtung: Menschen reagieren nicht auf Briefings. Sie reagieren auf die Person hinter der Kamera.
Denn jede Kamera verändert, was vor ihr passiert. Die Frage ist nur, wie sehr. Deshalb beginnt meine Arbeit selten mit der Kamera. Sie beginnt mit dem Menschen davor.
Was das für ein Projekt bedeutet:
Kameramann. Filmemacher. Videojournalist.
Ich bin Kameramann (DoP) und Journalist. Aufgewachsen in Berlin, geprägt durch Jahre in Moskau und Tokio. In Japan lernte ich die Lektion, die bis heute trägt: anwesend sein, ohne zu stören. Das entscheidet, ob sich eine Situation vor der Kamera öffnet oder verschließt.
Seitdem habe ich in über 110 Ländern gedreht. Von Konzernzentralen bis in die Sümpfe Madagaskars, wo neue Arten entdeckt werden, kurz bevor sie verschwinden. Mal als fokussierter DoP unter fremder Regie, mal autark Regie, Kamera und Schnitt in einer Hand. Für die Deutsche Welle verantwortete ich die Bildgestaltung von „Reclaiming History”, 2025 für den Grimme-Preis nominiert.
Was das für ein Projekt bedeutet:
Ruhe in 110 Ländern.
Wer überall gedreht hat, gerät nirgends aus dem Takt. Logistik, fremde Kulturen, Drehgenehmigungen. Das läuft, ohne dass jemand es merkt.
Ein Ansprechpartner, kein Apparat.
Konzept, Kamera, Schnitt in einer Hand. Keine Reibungsverluste zwischen Gewerken, keine verwässerte Idee, die durch zu viele Hände gelaufen ist.
Ein Set, an das sich alle gern erinnern.
Ob Vorstand, Aktivistin oder Protagonist. Menschen öffnen sich nur, wenn sie sich wohlfühlen. Und man sieht dem fertigen Film an, ob sie es getan haben.
Jede Produktion betreue ich persönlich als DoP. Die Kapazitäten sind dadurch begrenzt. Wer eine Geschichte hat, bei der das zählt, sollte früh sprechen.







